D1-Löwen zu Gast bei Freunden in Landquart

Am Mittwoch, 29. Mai 2019 machten sich 13 D-Löwen gemeinsam mit 14 E-Löwen per ICE auf den Weg nach Landquart (Schweiz) zum 42. Internationalen Auffahrtsturnier. Lütfü, Saba und Topse begleiteten die E-Löwen. Da der TV Spöck dem D-Chefdompteur am Vorabend den Reisepass abnahm, übernahm der Busfahrer das D-Rudel. Und es ging auch gleich schief. Da der Busfahrer bei der Auswahl des Zuges nicht auf die Zulassung für das helvetische Netz geachtet hatte, endete die Fahrt bereits in Basel SBB. Die Stromabnehmer unseres ICEs waren scheinbar nicht für das schweizerische Bahnnetz geeignet. Aber nach einigen bangen Minuten dann die Erlösung am Horizont. Die Deutsche Bahn konnte noch einen tauglichen ICE auftreiben. Da damit aber unsere Gruppenreservierung obsolet war, mischten sich unsere Löwen unter die anderen Reisenden. Damit war für Unterhaltung der Mitreisenden bestens gesorgt. Aber schließlich sind wir pünktlich in Graubünden eingefahren.

Hier erwarteten uns bereits Jan und seine Kollegen vom FC Landquart am Bahnsteig. Erst stellten sie den Regen ab und dann sorgten sie für den Transport unseres Gepäcks zur Unterkunft. Das Löwenrudel machte sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Bunker. War aber kein Problem, da die Energiespeicher der Jungs gut gefüllt waren. Denn im Zug gab es ausschließlich Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte.

Nach dem Bezug der Unterkunft ging es in das Clubhaus des FC Landquart. Hier hatten Mandy, Jan und Kollegen den Grill schon auf Betriebstemperatur. Unsere Löwen wurden vorzüglich bewirtet. Im Anschluss dann noch eine Trainingseinheit unter Flutlicht. Einige bevorzugten das Londoner Derby in Baku. Kurz nach 22:00 Uhr war dann Zapfenstreich – zumindest offiziell.

Am Donnerstagmorgen war der Frühstückstisch für uns im Clubhaus gedeckt. Wir wurden bestens verwöhnt. Dann ging es zum Aufwärmen. Das Wetter fast schon sommerlich. Noch verdeckte der Nebel die grandiose Silhouette der Bündner Alpen.  Der Busfahrer schickte die Löwen mit einer 3-3-2-Formation ins Turnier.

Im ersten Spiel ging es gegen den FC Davos. Kurz vor Anpfiff traf Edel-Ultra Jens zur Unterstützung ein. Wenige Sekunden später prüfte Jonas den Davoser Keeper aus der Distanz. Kurze Zeit später schickte Janne Jonas auf der rechten Außenbahn. Jonas servierte Linus den Ball. Und den Bruchteil einer Sekunde später war der Ball auch schon im Netz der Davoser.

Mit Schwung ging es in das zweite Vorrundenspiel gegen Chur 97. Jonas verwandelte eine Ecke direkt zur Löwenführung. Und wir hatten das Spiel im Griff. Ein zweiter Löwentreffer wäre folgerichtig gewesen. Linus prüfte die Stabilität des Pfostens. Und dann ein perfektes Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher! – perfekt für Chur 97. Denn damit stand es zwei Minuten vor dem Ende 1:1. Die Churer brachten das Remis über die Zeit.

Im dritten Spiel mussten wir gegen den FC Aegeri eine 0:1 Niederlage akzeptieren. Die Aegeritaler zwangen uns dazu, an der Frustrationstoleranz zu arbeiten. Im Jugendfußball gibt es keine Fehler, sondern Lernchancen. Während viele Jungs mit der Niederlage haderten, übernahm Tim Verantwortung und richtet die Mannschaft wieder auf.

Gegen den FC Lachen Altendorf meldeten sich die Löwen wieder zurück ins Turnier. In der ersten Minute servierte Felix Magnus den Ball. Magnus stellte auf 1:0. Danach machte es Felix selbst und erhöhte auf 2:0. Janne und Linus schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Endstand 4:0.

Unser fünftes Vorrundenspiel gegen den SC Brühl St. Gallen war dann schon unser „do-or-die-Spiel“. Wenn du vorne deine Chancen nichts nutzt, dann kommt es oft bitter. Der Sieger hieß St. Gallen und das Ergebnis 0:1 aus Löwensicht. Aber wir durften uns noch auf zwei weitere Vorrundenspiele freuen.

Im sechsten Spiel ging es gegen den haushohen Favoriten und den späteren Turniersieger. Uns forderte der Gastgeber der FC Landquart. Unsere Löwen zeigten Moral und spielten großartig. Die Leistung unserer Defensive um Tim, Khai Minh, Julius und Paul zusammen mit dem starken Keeper Noah ist mit den Worten eines Busfahrers nicht beschreibbar. Sie verteidigten – nicht nur in diesem Spiel – großartig das eigene Tor. Wenige Sekunden vor dem Ende gelang den Landquartern der Führungstreffer. Wir hatten wenig Zeit zum Hadern, denn es wartete schon das Teamessen. Dank Manuela und Jens war der Tisch gedeckt und nach den üblichen Nudeln mit Tomatensoße ging es in das letzte Spiel des Turniers.

Im siebenten Spiel ging es gegen den FC Köllicken. Wir verabschiedeten uns mit einem klaren 4:0 Siege aus dem Turnier. Die ersten beiden Treffer erzielte Ben. Unser bester Turnierschütze Linus kümmerte sich um die Treffer drei und vier.

Der PSK beendete die Vorrunde mit Platz 4: 10 Punkte und 10:4 Toren. Nach Platz drei im Vorjahr hatten sich unsere Kicker mehr erträumt. Der Busfahrer zeigte sich im Abschlussstatement zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge. Wir waren sportlich in jedem Spiel mindestens auf Augenhöhe. Vielleicht fehlte uns in zwei Situationen die letzte Konsequenz oder gar das berühmte Quäntchen Glück, vielleicht war die Nachtruhe auch 10 Minuten zu kurz. Als Team sind wir bei diesem Turnier gewachsen. Wir haben alle Phasen von Euphorie bis Frustration innerhalb weniger Stunden gemeinsam durchlebt. Wir konnten Siege feiern und Niederlagen sportlich fair verarbeiten. Wir haben den PS Karlsruhe würdig vertreten. Die zeigt auch das positive Feedback aus Landquart: „Danke vielmals nach Karlsruhe. Ihr seid ein Vorbildsteam – auf und neben dem Platz. Wir freuen uns extrem und sind stolz, eure Fußballfreunde zu sein.“

Besonders erfreulich das starke Comeback von Jonas. Ausgeprägte Führungseigenschaften zeigten Khai Minh und Tim. Die wahre Größe zeigt sich im Moment der Niederlage. Dann den Kopf oben behalten, dem Gegner die Anerkennung zu zeigen und sich selbst entschlossen und optimistisch auf das nächste Spiel einzustimmen.

Die PSK-D-Junioren spielten mit 1-Noah, 2-Tim, 3-Felix, 4-Janne, 5-Paul, 6-Jonas, 7-Magnus, 8-Robin, 9-Khai Minh, 10-Linus, 11-Julius, 13-Yannick, 14-Ben.

Kurz nach 17:00 Uhr traten die Löwen den Rückweg in die Fächerstadt an. Das Fahrpläne der Deutschen Bahn nur Schätzungen sind, kannten wir ja schon von der Hinfahrt. Als dann per Ticker die Nachricht vom grandiosen dritten Platz der E-Löwen durchsickerte ging die Stimmung wieder steil nach oben. So feierten die Löwen ihren Tag mit einer Cola-Runde im Zug. Den Aufenthalt in Basel nutzten wir zum Energietanken in einem amerikanischen Spezialitätenrestaurant. Pünktlich um 22:00 Uhr stiegen 13 D1-Löwen stolz und müde aus dem ICE und wurden von ihren größten Fans am Gleis empfangen.

Für unsere D1-Löwen geht es heute in der Liga weiter. Um 17:45 beginnt das letzte Spiel der Saison bei der SpVgg Durlach-Aue. Mit schweren Beinen wird das Spiel zur Charakterfrage.

Merci vilmal @FC Landquart

Eure Gastfreundschaft war wieder großartig. Wir haben uns bei euch sehr wohl gefühlt. Die Wettervorhersage war gegen euch. Es waren sintflutartige Regenfälle angekündigt. Und ihr habt auch diese Herausforderung mehr als gemeistert. Ihr hattet Pumpen organisiert, um die Spielfelder trotzdem bespielbar zu bekommen. Damit hattet ihr sogar Petrus überzeugt. Er kniff und schickte dann lieber gleich die Sonne.

Ihr habt ein sehr gutes Turnier auf die Beine gestellt. Respekt für diese Leistung. Danke dem gesamten Orgateam des 42. Internationalen Auffahrtsturniers! Danke dem FC Landquart! Danke allen teilnehmenden Teams für euer Fair Play! Ein besonderes Merci an Jan.
Der FC Landquart und der PSK!

Der Busfahrer.

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